Immer wieder gerne wird der Homöopathie vorgehalten, es handele sich nur um einen Placebo-Effekt, d.h., nur der Glaube des Patienten an Heilung helfe ihm, nicht das homöopathische Arzneimittel. Zur Untermauerung werden “wissenschaftliche Studien”  ¹  angeführt, die statistisch den Placebo-Effekt zeigen.

Es gibt mehrere Gründe, die einen Placebo-Effekt als Heilungsgrund ausschliessen:

  • Homöopathie funktioniert bei Babies, Kleinkindern, sogar schon im Mutterleib
  • Homöopathie funktioniert bei Tieren
  • Es kommt oft bei chronischen Therapien zu einer Erstverschlimmerung, die sich der Patient nicht herbeiträumt, auch bei Symptomen, die vorher nicht erwartet wurden
  • Homöopathie erzeugt bei Gesunden angewendet Symptome (mit solchen Prüfungen wird das Wirkungsspektrum eines Mittels getestet)
  • Ein homöopathisches Mittel hat auch physikalisch meßbaren Einfluß: der ohm`sche Widerstand (elektrische Leitfähigkeit) von Wasser ändert sich unter Zugabe eines homöopathischen Mittels, wobei verschiedene Mittel auch verschiedene Veränderungen hervorrufen, sodaß es sich nicht um den Einfluß der Zuckerkügelchen oder der Dilution handeln kann, der bei allen gleich ist.

Ich verstehe durchaus (mir ging es ja mal genauso), dass es schwer ist, in unserem naturwissenschaftlichen Zeitalter die Wirkung der Homöopathie sehen wollen zu können, da unser Verständnis von medizinischer Wirkung rein biochemisch ist.  Homöopathie wirkt aber vermutlich nicht biochemisch.

Andererseits verstehe ich gerade in unserem naturwissenschaftlichen Zeitalter nicht, wie grundlegende Erkenntnisse, wie z.B. die Quantentheorie, anscheinend ignoriert werden! Wir wissen längst, dass wir unser sicher geglaubtes Wissen über Materie und physikalische Gesetze teilweise aufgeben und neu schreiben müssen. Fragen Sie einmal einen Physiker, wieviel wir vom Universum, den Kräften, der Materie usw. derzeit wissen oder zu wissen glauben: viele sind der Meinung, dass wir gerade mal 5% von dem begreifen, was tatsächlich da ist! Mit diesen 5% erklären wir die Welt!? Es bleibt eine Dunkelzone von 95%, was wir noch nicht verstanden haben. Aber eins ist seit der Quantentheorie sicher: wir stehen erst am Anfang. Zu erkennen, dass die Erde rund ist und um die Sonne kreist, war vergleichsweise einfach und hatte trotzdem sehr lange gedauert!

Was ist Materie? Scheint doch sehr wichtig zu sein, es zu verstehen, wenn unser modernes Heilwesen auf diesen materiellen Stoffen aufbaut. Schon Albert Einstein hat den Zusammenhang zwischen Materie und Energie erkannt: Materie und Energie sind ineinander wandelbar, überführbar. Die moderne Physik untermauert es: Materie besteht in erster Linie aus leerem Raum, unvorstellbaren Kräften und kleinsten Elementarteilchen. Würde man den leeren Raum zwischen den “Teilchen” im gesamten Universum rausnehmen, hätte das rießige Universum in unserem Sonnensystem locker Platz. Also, von was reden wir wirklich, wenn wir von Materie reden? Eigentlich von fast leerem Raum, indem Kräfte/Energien aufeinander wirken.

Und trotzdem soll es ein Unwort sein, wenn ich von “energetischer Wirkung” der Homöopathie spreche?!

Vielleicht beruhigt es die Gegner der Homöopathie, dass auch die Homöopathie selbst nicht weiß, wie sie wirkt. Es gibt nur Erklärungsmodelle. Wichtig ist für den Homöopathen, dass seine Heilmethode auf genauer Beobachtung,  Heil-Erfahrung und geprüfter Arzneimittel baut und nicht, warum sie wirkt.

Ein Erklärungsmodell besagt, dass durch die Verdünnung und Verschüttelung (Potenzierung) die Information/Energie des Stoffes freigesetzt wird und in dem Medium Wasser/Milchzucker gespeichert und weitergegeben wird. Ich vergleiche es gerne mit einer musikalischen Frequenz (einem Ton), die aufgenommen wird. Diese Frequenzen/Schwingungen sind es, die beim Patienten eine Reaktion anstoßen. Welchen energetischen Anstoß der Patient braucht, versucht der Homöopath im Gespräch festzustellen. Dies ist der schwierigste Teil der Homöopathie!

Neueste Forschungen halten es durchaus für möglich, dass durch die homöopathische Mittelherstellung kleinste Teilchen, sogn. Nanopartikel, erzeugt werden. Wie Nanopartikel wirken könnten, ist dabei noch völlig unklar. Einen Vorteil haben sie: sie können problemlos die Zellmambran durchdringen und in der Zelle selbst wirken. Sie müssen nicht aufwendig die zellmembrangebundenen Transporteiweiße nutzen etc. Diese Hürde müssen biochemische Stoffe immer nehmen oder zumindest mit Membrangebundenen Stoffen interagieren.

¹ Ich habe selbst “wissenschaftliche Studien” an der Universität erlebt, bei denen der Versuchsaufbau so lange verändert wurde, bis das gewünschte Ergebnis herauskam. Wenn ich nachweisen will, dass der Storchenzug mit der Babyquote im Zusammenhang steht, werde ich das bestimmt irgendwie hinkriegen. Man sollte immer nachsehen, wer der Auftraggeber/Geldgeber der Studie war und  wie die Studie aufgebaut wurde. Wenn ich eine homöopathische Wirkung nachweisen will, muß ich auch homöopathisch arbeiten. Ein homöopathisches Mittel, das bei einigen Hustenfomen hilfreich sein soll, bei 100 Erkrankten auf seine Wirkung zu testen, zeigt lediglich, bei wievielen dieser Patienten dieses Mittel als Similimum homöopathisch passt. 100 Patienten benötigen wahrscheinlich ca. 30 verschiedene Mittel und natürlich einen guten Homöopathen, der auch das jeweils richtige Mittel findet. Mit schulmedizinischem Testreihen erreiche ich homöopathisch ungefähr so viel, als wenn ich Radiowellen mit einem Thermoneter messen wollte!